Wir machten uns an einem sonnigen Samstagmorgen auf den Weg nach Worms. Nach ca. 25 minütiger Autofahrt waren wir im Büro von Kirch Wohnungsbau angekommen.
Während unsere Kinder sofort Frau Kirch in Beschlag nahmen, die Fehlertoleranz der Netzwerkverkabelung im Büro von Town & Country überprüften oder zur Abwechslung einfach mal ruhig im Eck saßen und spielten konnten wir unser Vorhaben mit Herrn Kirch besprechen.
Baugrund ist hier an der Grenze zwischen Rhein-Main-Gebiet und der “Metropolregion Rhein-Neckar” sehr teuer. Daher war uns eigentlich von vorneherein klar, dass es eine Doppelhaushälfte werden musste, um Kosten am Grundstück zu sparen. Nun sind Doppelhaushälften ja nicht sonderlich breit. Nach kurzem hin und her war klar, dass man in einer Standard-Doppelhaushälfte unser Bauvorhaben nicht so richtig verwirklichen konnte. Zu groß wäre der Aufwand, um eine kleine separate Wohnung zu integrieren. An dieser Stelle waren wir auch schon bei anderen Bauträgern angekommen, und kamen nicht mehr weiter.
Es entwickelte sich dann sinngemäß folgender Dialog:
Herr Kirch: “Warum nehmen Sie denn nicht einfach einen anderen Haustyp, bauen den zweigeschossig, legen die Fenster dann so, dass sie eine fensterlose Grenzwand haben und wir somit Grenzbebauung machen können. Dann brauchen wir auch so gut wie keine Änderungen in der Raumaufteilung und den Versorgungsschächten.”
Müller: “Wie, man kann die Häuser auch zweigeschossig bauen ?”
Herr Kirch: “Klar, kann man das.”
Herr Kirch zog den Prospekt vom Raumwunder 100 aus dem Regal und nach kurzer Rücksprache mit seiner Frau war klar: Wir hätten bei einer zweigeschossigen Bauweise des Raumwunder 100 plus Dachgeschoss und Keller genug Platz für unser Vorhaben. Genial. Nach einer überschlagsmässigen Kalkulation wäre das Haus auch noch preislich in unserem Rahmen. Das Grundstück müsste zwar etwas größer sein wie für eine schmalere Doppelhaushälfte, aber das wäre finanziell auch noch machbar.
Wir verblieben so, dass das Besprochene ordentlich aufbereitet wird und wir einen Stapel Papier erhalten, mit dem wir dann ein erstes Gespräch bei unserer Bank führen können – ein Angebot eben. Herr Kirch bot uns an, bei der Grundstückssuche behilflich zu sein, evtl. könne er uns auch ein Grundstück direkt in Bensheim vermitteln, auf das unser Haus passen würde.
So kam es denn auch – ca. 1,5 Wochen später hielt ich ein dickes Papierpaket in den Händen, der Preis und die Lage des Grundstück war bekannt (dazu später mehr) und ich erhielt eine Aufstellung über die zu erwartenden Baunebenkosten. Wunderbar. Da fragt man sich doch, warum können das andere nicht ?
Gerd
